FAQ Flüge in der Schwerelosigkeit für Privatpersonen

Sie müssen mindestens 18 Jahre alt sein, um an einem Flug in der Schwerelosigkeit teilnehmen zu können. Es gibt kein Höchstalter, was zählt, ist der Gesundheitszustand; auch 70-Jährige haben schon daran teilgenommen und es spricht nichts dagegen, wenn man noch älter ist.

Ja, Sie müssen eine ärztliche Untersuchung bei Ihrem behandelnden Arzt, einem Fliegerarzt oder jedem anderen Arzt machen lassen. Es wird ein Elektrokardiogramm verlangt. Alle Einzelheiten finden Sie auf der Seite „Gesundheitliche Tauglichkeit„.

Bestimmte Krankheiten oder medizinischen Bedingungen sprechen gegen die Teilnahme an einem Parabelflug. In der unten stehenden Tabelle finden Sie einige Beispiele. Wir raten Ihnen, mit einem Arzt darüber zu sprechen, da diese Liste nicht erschöpfend ist und einige der aufgeführten Erkrankungen von Fall zu Fall individuell beurteilt werden können.

Beispiele für Krankheiten oder Zustände, die eine Teilnahme an einem Parabelflug nicht erlauben*

Herzkrankheiten Angina pectoris, kürzlich erlittener Herzinfarkt, schlecht eingestellter Bluthochdruck
Lungenkrankheiten Häufige Asthmaanfälle
HNO-Krankheiten Schwindel, starke Schwerhörigkeit
Neurologische Krankheiten Epilepsie
Sonstiges Klaustrophobie, Schwangerschaft, Einnahme von bestimmten Medikamenten

* nicht erschöpfende Liste, sprechen sie mit dem Arzt darüber

Man muss kein großer Sportler sein! Die Teilnahme erfordert eine minimale physische Kondition. Es genügt, wenn man zwei Stockwerke hochgehen kann, ohne außer Atem zu kommen.

Kein Transportmittel ist sicherer als das Verkehrsflugzeug, die Statistiken zeigen das. Auch wenn der Parabelflug nicht genau dasselbe Sicherheitsniveau wie ein Personentransportflug hat, sind die Sicherheitsauflagen in Frankreich strenger als in anderen Ländern: Herstellerprüfungen und sorgfältige Überprüfungen durch die französischen und europäischen Behörden machen es zu einer sehr sicheren Form des Fliegens.

Das Flugzeug A310 Zero G führt Manöver vollkommen sicher und nur innerhalb der Flugbereichsgrenze, für die es konzipiert ist, durch. Dieses Flugzeug wurde speziell für Parabelflüge ausgestattet und wird von sehr erfahrenen Testpiloten gesteuert. Es wird nach einem speziellen Wartungsprotokoll, das für diesen spezifischen Einsatz zusammengestellt wurde, instand gehalten.

An Bord des Flugzeugs steht Ihnen in der Schwerelosigkeit das Flugsicherheitspersonal zur Seite, um Ihnen dabei zu helfen, Ihre Bewegungen zu kontrollieren und Zusammenstöße zu verhindern. Wenn die Wirkung der Schwerkraft Sie am Ende einer Phase der Schwerelosigkeit wieder auf den Boden holt, geben Ihnen die Instruktoren und das Sicherheitspersonal rechtzeitig Bescheid und helfen Ihnen, falls nötig, aber dieser Übergang erfolgt meist sehr sanft.

Jemand, der zum ersten Mal an einem Parabelflug teilnimmt, kann reisekrank werden. Um dieses Risiko so weit wie möglich zu minimieren, empfehlen wir Ihnen, vor Ihrem Flug ein Medikament zu nehmen. Wir geben Ihnen gerne Tipps, welche Medikamente wirksam sind.

Am Vortag des Fluges nicht zu viel Alkohol zu trinken, am Morgen des Fluges nicht zu rauchen, ein normales Frühstück zu sich zu nehmen und entspannt zu sein, sind gute Voraussetzungen! Achten Sie während des Fluges darauf, Ihren Kopf in den Beschleunigungsphasen nicht zu bewegen, und warten Sie, bis Sie daran gewöhnt sind, bevor Sie Drehungen machen. Das sind die besten Tipps!

Sollte Ihnen trotz allem während des Fluges übel werden (durchschnittlich 1 von 10 Passagieren), ist diese Übelkeit meist nur vorübergehend und schwach: Meist genügt es, einige Minuten zu ruhen, um die Übelkeit zu lindern.

Sie haben vielleicht Fotos vom Airbus Zero G gesehen, auf denen er gerade steil in den Himmel steigt oder in die Tiefe stürzt und Sie finden diese Bilder beeindruckend? An Bord des Flugzeugs bekommen Sie davon eigentlich nichts mit, da die Fensterblenden in dem Bereich, in dem man in der Schwerelosigkeit schwebt, geschlossen sind.

Wenn Sie ausgestreckt auf der Schaumstoffmatte liegen, spüren Sie nur die Beschleunigung des Flugzeugs: Ihr Körper wiegt ungefähr das Zweifache seines Gewichts. Das fühlt sich ein bisschen so an, als ab jemand etwa 20 Sekunden auf Ihnen liegen würde!

Sie werden in der Kabine auch nicht wie ein Bergsteiger in einer Felswand abrutschen, sondern werden auf den Boden gepresst. Wenn die Phasen der Schwerelosigkeit einsetzen, hört man im ganzen Flugzeug Schreie der Freude und des Erstaunens, so groß ist die Überraschung, dass man schwebt. Am Ende der Parabeln wird immer applaudiert und gelacht!

Vom CNES, von verschiedenen Marken und bei Astronomiefestivals wurden bereits Gewinnspiele veranstaltet. Einige Dutzend Gewinner hatten dadurch schon die Möglichkeit, die Schwerelosigkeit zu entdecken. Verfolgen Sie die Ankündigungen!

Sobald die Motoren laufen, sitzen Sie angeschnallt auf Ihrem Platz wie in jedem normalen Verkehrsflugzeug. Nach dem Start steuern die Piloten in einen bestimmten Luftverkehrsraum, wo die Parabeln geflogen werden.

Gemeinsam mit den anderen Mitglieder Ihrer Gruppe und Ihrem Instruktor gehen Sie in den Teil der Kabine, in dem Sie in der Schwerelosigkeit schweben werden. In einer Stunde fliegen die Piloten 15 Parabeln mit Pausen dazwischen. Sie machen 12 Parabeln in der Schwerelosigkeit, eine Parabel, bei der Sie die Marsschwerkraft (0,38 g) erleben, und 2 Parabeln, bei denen Sie die Mondschwerkraft (0,16 g) erleben

Und schließlich die Rückkehr zur Erde: Für den Sinkflug und die Landung gehen Sie wieder zurück auf Ihren Sitzplatz.

Klar! Sie dürfen einen kleinen Fotoapparat, eine kleine Videokamera oder Ihr Smartphone mit an Bord nehmen und so viele Fotos machen, wie Sie wollen! Wir raten Ihnen jedoch davon ab, da Sie sich sonst darauf konzentrieren, anstatt die Schwerelosigkeit voll zu genießen. Außerdem haben wie einen Kameramann, zwei Fotografen und ein Dutzend feststehende Kameras an Bord, die Sie ständig filmen und fotografieren. Nach dem Flug geben wir Ihnen zahlreiche Fotos von Ihnen und ein Video Ihres gesamten Fluges… genießen Sie also lieber die Schwerelosigkeit!

Ja, wenn Sie Ihre ärztliche Untersuchung innerhalb der vereinbarten Frist nach der Anmeldung machen lassen.

Sie werden gebeten, die ärztliche Untersuchung innerhalb von 14 Tagen nach Ihrer Anmeldung zu machen, wenn Sie sich mindestens 45 Tage vor dem Flug angemeldet haben, und innerhalb von 7 Tagen nach Ihrer Anmeldung, wenn Sie sich weniger als 45 Tage vor dem Flug angemeldet haben.

Es dürfen nur ungefährliche Gegenstände mit an Bord genommen werden, die in die Taschen Ihres Anzugs passen; ideal wären Glücksbringer, ein kleines Stofftier oder ein Foto Ihrer Liebsten… Sie können eine Kamera, einen Fotoapparat oder ein Smartphone mitnehmen; diese müssen jedoch mit einem Riemen gesichert sein. Wenn Sie vorhaben, größere Sachen mit an Bord zu nehmen, müssen Sie vor dem Flug nachfragen, ob dies möglich ist, um am großen Tag keine Enttäuschung zu erleben.

Es ist kein körperliches oder sportliches Training nötig. Das Wichtigste ist, die angeforderten Unterlagen rechtzeitig zurückzuschicken (Informationsblatt und Gesundheitszeugnis).

Achten Sie auf genügend Schlaf in der Nacht vor dem Flug und essen Sie ein normales Frühstück, bevor Sie anreisen. Sie erhalten von uns einen Anzug und Flugsocken, so dass Sie an keine spezielle Kleidung denken müssen.

Falls Sie eine Brille tragen und Angst haben, dass sie verrutscht, wenn Sie den Kopf senken, können wir Sie beruhigen: Sie werden sie während des Fluges nicht verlieren. Natürlich können Sie die Brille mit einem Band fixieren, um sie zu sichern.

Die wichtigsten Sicherheitsvorschriften sind die folgenden:

  • Bleiben Sie während Start und Landung angeschnallt sitzen
  • Achten Sie auf die Ansagen aus dem Cockpit, die die Phasen der Hyperschwerkraft sowie den Beginn und das Ende der Schwerelosigkeitsphasen bekanntgeben, damit Sie in einer geeigneten Position wieder auf den Boden zurückkehren.
  • Vermeiden Sie ruckartige oder unkoordinierte Bewegungen, durch die Sie andere Teilnehmer verletzen könnten (Tritte)
  • Halten Sie sich an alle Anweisungen, die Sie während des Briefings sowie von den Instruktoren und dem Flugsicherheitspersonal an Bord erhalten

Ja, unter der Bedingung, dass das Recht am eigenen Bild eingehalten wird: Der Passagier erklärt sich damit einverstanden, das Novespace / Air Zero G Fotos und/oder Filmaufnahmen in den Räumlichkeiten von Novespace und an Bord des Flugzeugs von ihm macht und diese zu Kommunikations- und Marketingzwecken, darunter Werbung und Vermarktung, verwendet. Der Passagier darf die von ihm oder von Dritten in den Räumlichkeiten von Novespace oder an Bord des Flugzeugs gemachten Bilder nicht zu Werbe- oder Vermarktungszwecken zu verkaufen.

Die Emissionen aller von Novespace betriebenen Flüge, einschließlich der wissenschaftlichen Forschungsflüge, werden durch freiwillige Technologieinvestitionen in Entwicklungsländern ausgeglichen, durch die Emissionsminderungen ermöglicht werden, die größer als unsere Emissionen sind.

Die Gravitation ist das Phänomen, durch das sich alle Körper im Universum, die eine Masse besitzen, gegenseitig anziehen. Sie ist eine der vier Grundkräfte der Physik, die alle Elementarteilchen des Universums miteinander verbinden und den Zusammenhalt der Materie auf allen Ebenen ermöglichen (Atomkerne, Atome, Teilchen, Körper, Himmelskörper, Galaxien usw.).

Die Schwerkraft ist die mit dem Phänomen der Gravitation verbundene Kraft, d. h. die Kraft, die zwei Körper im Universum aufgrund ihrer Masse gegenseitig aufeinander ausüben. Sie hängt einerseits von ihrer Masse und andererseits von dem Abstand zwischen ihnen ab.

Auf der Erde wirkt auf alle Körper eine Kraft, durch die sie in Richtung Erdmittelpunkt gezogen werden: Diese Kraft, durch die jedes losgelassene Objekt auf den Boden fällt, bezeichnet man als Schwerkraft oder Gewichtskraft, wenn sie in der Nähe eines Planeten wirkt. Sie beeinflusst die meisten Phänomene auf der Erde, wie chemische Reaktionen oder physikalische und physiologische Zustände und Abläufe.

Die Masse eines Körpers oder Gegenstands ist die Menge an Materie, die er enthält (Atome, Moleküle). Da die Zusammensetzung eines Körpers nicht ortsabhängig ist, bleibt die Masse konstant: Ein Mensch, der sich auf der Oberfläche der Erde oder des Mondes befindet, hat immer dieselbe Masse. Die Einheit der Masse ist das Kilogramm, das im allgemeinen Sprachgebrauch für das Gewicht verwendet wird, was jedoch nicht dasselbe ist und häufig zu Missverständnissen führt.

Das Gewicht eines Körpers oder Gegenstands ist die Kraft, die aufgrund der Einwirkung der Schwerkraft auf die Masse durch einen Himmelskörper entsteht. Da die Schwerkraft auf jedem Himmelskörper anders ist, variiert das Gewicht eines Körpers je nach Ort, an dem gemessen wird: Auf dem Mond wiegt ein Mensch nur ein Sechstel so viel wie auf der Erde. Die Einheit des Gewichts ist das Newton und nicht das Kilogramm. Man kann sein eigenes Gewicht jedoch nur unmittelbar spüren, wenn man in Kontakt mit dem Boden oder einem Hindernis ist, das eine entgegengesetzte Reaktionskraft auf ihn ausübt.

Schwerelosigkeit ist der Zustand des freien Falls in einem luftleeren Raum oder der Verlust des Schwerkraftgefühls, da man nur noch der Gravitationskraft und keiner anderen Kraft mehr ausgesetzt ist.

Wissenschaftler verwenden auch den Begriff Mikroschwerkraft. Aus praktischer Sicht bedeutet das für einen Menschen, dass dieser Zustand eintritt, wenn er nicht mehr in Kontakt mit dem Boden oder einem Hindernis ist, das ihn sein Gewicht spüren lässt, und wenn die Reaktionskraft der Luft vernachlässigbar ist. Wenn ein Mensch zum Beispiel von einem Tisch springt, befindet er sich für den Bruchteil einer Sekunde in der Schwerelosigkeit, bis er wieder auf dem Boden landet. Aus physikalischer Sicht bedeutet dies, dass die Schwerelosigkeit eintritt, wenn sich ein Körper im „freien Fall“ befindet, das heißt wenn er nur noch der Gravitationskraft ausgesetzt ist und keine Reaktionskraft wirkt, durch die er sein Gewicht spüren kann. Es ist jedoch wichtig zu wissen, dass die Schwerkraft in der Schwerelosigkeit nicht verschwunden ist: Sie ist immer noch da, aber man spürt ihre Wirkung (das Gewicht) nicht mehr. Auf der Höhe der Internationalen Raumstation beträgt der Wert der Erdanziehungskraft beispielsweise noch 90 % von dem auf der Erdoberfläche. Wenn sich die Astronauten in der Schwerelosigkeit befinden, liegt das also nicht daran, dass die Schwerkraft verschwunden ist. Sie befinden sich in der Schwerelosigkeit, weil sich die Raumstation und sie selbst im freien Fall um die Erde befinden und nur der Gravitationskraft ausgesetzt sind (da die Raumstation eine sehr hohe Geschwindigkeit hat, fällt sie nicht direkt in Richtung Erde, sondern bleibt in der Erdumlaufbahn).

Der Begriff Mikrogravitation leitet sich vom englischen Wort microgravity ab und bedeutet das Gleiche wie Mikroschwerkraft. Das scheint ein Widerspruch zu sein, da sich ein Gegenstand, der nur der Gravitationskraft ausgesetzt ist, in Mikrogravitation befindet… Dies kann mit der Behauptung von Einstein erklärt werden, dass ein Beobachter im freien Fall auf lokaler Ebene nicht wissen kann, ob er nur der Gravitationskraft ausgesetzt ist oder ob alle Gravitationskräfte verschwunden sind.

Auf dem Rumpf des Airbus von Novespace stehen die Buchstaben „Zero G“ und in der Umgangssprache spricht man oft vom „Zero G-Flug“ oder von einer „0 g“-Parabel, weil das auf dem Beschleunigungsmesser angezeigt wird. Denn der Beschleunigungsmesser misst nicht die Gravitationsbeschleunigung (er zeigt 0 im freien Fall an), sondern die Beschleunigung in Bezug auf einen Bezugspunkt im freien Fall. Daher wird „1 g“ angezeigt, wenn der Beschleunigungsmesser bewegungslos auf einem Tisch liegt.